Warum Open Access?

Ein Ausgangspunkt der Open-Access-Bewegung ist die Kritik an der sogenannten Doppelfinanzierung der Wissenschaft durch die öffentliche Hand.

Die meisten wissenschaftlichen Autorinnen und Autoren arbeiten an öffentlichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen und werden somit von der öffentlichen Hand finanziert. Die Publikation der Ergebnisse ihrer Forschung, meist durch weitere öffentliche Gelder unterstützt, ist integraler Bestandteil ihrer Arbeit; es lässt sich daher sagen, dass die meisten wissenschaftlichen Publikationen durch öffentliche Mittel finanziert werden.

Diese Publikationen werden nun in bezahlpflichtigen Angeboten von Verlagen publiziert, die die Bibliotheken der Hochschulen und Forschungseinrichtungen nun wiederum mit öffentlichen Mitteln kaufen bzw. lizenzieren, damit die Publikationen von der Forschung rezipiert werden können.

Auf die Spitze getrieben könnte man sagen, dass die öffentliche Hand Publikationen kauft, die sie vorher selbst finanziert hat.

Hinzu kommt noch, dass die Gutachten im Peer-Review-Prozess von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unentgeltlich erbracht werden und das Autorinnen und Autoren nicht selten selbst das Layout übernehmen. Sogenannte Druckkostenzuschüsse sind in den meisten Disziplinen auch bei Online-Publikationen die Regel und die Preise für die Lizenzierung von Zeitschriften steigen von Jahr zu Jahr stark an.

Open Access verfolgt das Ziel einer Abkehr vom traditionellen Bezahlmodell wissenschaftlicher Publikationen, meist in Form von subskriptionspflichtigen Zeitschriften. Stattdessen sollen alle Publikationen ab dem Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung von jedermann jederzeit frei nutzbar sein. Diese öffentliche Zugänglichmachung kann über verschiedene Modelle finanziert werden, von denen das sogenannte APC-Modell das verbreitetste ist. Dabei werden für die Veröffentlichung eines Beitrags Gebühren gezahlt (APC – Article Processing Charges), über die die Verlage und Repositorienbetreiber ihre Kosten decken.

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 Thorsten Lemanski

Thorsten Lemanski

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